/ 03.06.2013
Siegfried Mampel
Das Ministerium für Staatssicherheit der ehemaligen DDR als Ideologiepolizei. Zur Bedeutung einer Heilslehre als Mittel zum Griff auf das Bewußtsein für das Totalitarismusmodell
Berlin: Duncker & Humblot 1996 (Schriftenreihe der Gesellschaft für Deutschlandforschung 50); 389 S.; 120,- DM; ISBN 3-428-08606-6Als eine der "Essentialien" (15) des Totalitarismus untersucht Mampel den Versuch der politischen Führung, das Denken in der ehemaligen DDR zu kontrollieren. Instrument hierfür war das MfS. Es hatte die politisch-ideologische Diversion zu verhindern, um der politischen Untergrundarbeit den Boden zu entziehen ("Ohne PID kein PUT", 20). Anhand von Dissertationen der Juristischen Hochschule des MfS zeigt Mampel die Mittel und die Bedeutung des ideologischen Abwehrkampfes auf und erhellt damit nicht zuletzt, warum er gescheitert ist. Eine fruchtbare Detailstudie der Totalitarismusforschung.
Oliver Lembcke (OL)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.313
Empfohlene Zitierweise: Oliver Lembcke, Rezension zu: Siegfried Mampel: Das Ministerium für Staatssicherheit der ehemaligen DDR als Ideologiepolizei. Berlin: 1996, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/1932-das-ministerium-fuer-staatssicherheit-der-ehemaligen-ddr-als-ideologiepolizei_2309, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 2309
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Dr., Politikwissenschaftler.
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