/ 18.06.2013
Hans-Ulrich Dallmann
Das Recht, verschieden zu sein. Eine sozialethische Studie zu Inklusion und Exklusion im Kontext von Migration
Gütersloh: Chr. Kaiser/Gütersloher Verlagshaus 2002 (Öffentliche Theologie 13); 680 S.; kart., 85,- €; ISBN 3-579-02653-4Der Autor, Professor an der Evangelischen FH Ludwigshafen, legt eine Studie zur ethischen Beurteilung von Migration nach Deutschland vor. Da ihm vor allem an einer angemessenen Problemwahrnehmung gelegen ist, stellt er auf den ersten zweihundert Seiten die historische Entwicklung von Migration und die gegenwärtige Situation von Ausländern in Deutschland vor. Darauf folgt ein Abschnitt zur psychologischen und sozialen Konstruktion des Fremden, bevor sich dann der letzte Teil der ethischen Analyse widmet. Einem philosophischen Kapitel (Walzer, Taylor, Habermas) folgen theologische, christliche und kirchliche Aspekte. Für Dallmann sind nicht In- und Exklusion an sich ein Problem, sondern deren Kriterien und die Art und Weise. So argumentiert der Autor gegen vermeintliche Integrationsansprüche bestimmter Lebensformen und fordert stattdessen einen "Minimalkonsens darüber, was zur gesellschaftlichen Reproduktion unbedingt notwendig ist" (598), wozu er den demokratischen Rechtsstaat rechnet.
Guido Koch (GK)
Dr., Politikwissenschaftler, Qualitätsmanagment, GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften.
Rubrizierung: 2.35 | 5.44
Empfohlene Zitierweise: Guido Koch, Rezension zu: Hans-Ulrich Dallmann: Das Recht, verschieden zu sein. Gütersloh: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/18265-das-recht-verschieden-zu-sein_21136, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 21136
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Dr., Politikwissenschaftler, Qualitätsmanagment, GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften.
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