/ 03.06.2013
Rainer Bovermann
Das "rote" Rathaus. Die Sozialdemokratisierung des Ruhrgebiets am Beispiel Dortmund 1945-1964
Essen: Klartext 1995; 272 S.; brosch., 38,- DM; ISBN 3-88474-255-8In seiner Fallstudie untersucht Bovermann die Frage, weshalb sich die "Sozialdemokratisierung" in Dortmund erfolgreich durchsetzen konnte. Seit Mitte der fünfziger Jahre besitzt die SPD eine absolute Mehrheit im Dortmunder Rathaus. Gründe für diesen parteipolitischen Erfolg - der Unterbezirk Dortmund ist der mitgliederstärkste Unterbezirk in der SPD überhaupt - sieht der Autor in den demographischen, ökonomischen, sozialen und sozialkulturellen Strukturen der Stadt, in ihrer Entwicklung zu einem vorrangig durch die Montanindustrie geprägten Wirtschaftsstandort. Letztendlich aber kann auch die detaillierte Untersuchung Bovermanns nicht klären, ob tatsächlich ein "Geheimnis der Ruhrgebietssozialdemokratie" existiert, d. h. ob die Ergebnisse der Untersuchung auf andere Regionen übertragen werden können oder nicht.
Axel Gablik (AG)
Dr., Historiker.
Rubrizierung: 2.331 | 2.332 | 2.325 | 2.37 | 2.313
Empfohlene Zitierweise: Axel Gablik, Rezension zu: Rainer Bovermann: Das "rote" Rathaus. Essen: 1995, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/775-das-rote-rathaus_629, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 629
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Dr., Historiker.
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