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/ 19.06.2013
Michael Frayn

Demokratie. Stück in zwei Akten. Mit einem Nachwort des Autors. Aus dem Englischen von Michael Raab

Göttingen: Wallstein Verlag 2004; 118 S.; brosch., 14,- €; ISBN 3-89244-772-1
Willy Brandt steht im Mittelpunkt dieses Theaterstücks des englischen Dramatikers Frayn. Auch wenn dieser es selbst ohne jedes Zögern der Fiktion zuordnet, ist es auch aus politikwissenschaftlicher Sicht aus zweierlei Gründen lesenswert. Zum einen beschreibt Frayn in einem sehr ausführlichen Nachwort die Recherche für sein Stück und liefert damit auch gleich eine auf sehr umfangreicher Lektüre basierende Auswertung und Interpretation vom Sturz Brandts 1974. In seiner Analyse steht er dabei anderen Beiträgen zu diesem Thema in nichts nach. Das Theaterstück selbst, in dem er den Personenkreis aus dramaturgischen Gründen auf zehn Akteure begrenzt, vermittelt trotz seines eindeutig fiktionalen Charakters ein beeindruckend gelungenes Bild von der Guillaume-Affäre und dem Kanzlersturz. Frayn hat die wesentlichen Intentionen der damaligen Akteure erfasst, und vermittelt ein gelungenes Bild von dem, was 1974 passierte.
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.352.313 Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Michael Frayn: Demokratie. Göttingen: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/20708-demokratie_24152, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 24152 Rezension drucken
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