/ 03.06.2013
Michael Jürgs
Der Fall Axel Springer. Eine deutsche Biographie
München: Knaur 1995; 444 S.; 16,- DM; ISBN 3-426-75029-5Die akribisch recherchierte Biographie aus der Feder des früheren Stern-Chefredakteurs stellt - ihrer journalistischen Ambition gemäß - den Menschen Axel Springer in den Mittelpunkt. Die Darstellung ist nicht streng chronologisch, sondern behandelt verschiedene Aspekte des privaten und beruflichen Lebens Springers (Religiosität, Frauen, die Liebe zu Israel, Konzernstruktur, Kampfjournalismus u. a.) in ihrer je eigenen Abfolge. Jürgs beschreibt die ökonomischen Erfolge des Verlegers, die er dessen überragendem Instinkt als Erfinder und Blattmacher zuschreibt, und kontrastiert diese mit dem politischen Scheitern Axel Springers, der die sozial-liberale Ost- und Deutschlandpolitik nicht verhindern konnte und auf der politischen Bühne niemals die Anerkennung erfuhr, die er für sich und seine Mission erhofft hatte.
Frank Decker (FD)
Prof. Dr., Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie, Universität Bonn.
Rubrizierung: 2.3 | 2.333 | 2.313
Empfohlene Zitierweise: Frank Decker, Rezension zu: Michael Jürgs: Der Fall Axel Springer. München: 1995, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/2163-der-fall-axel-springer_2629, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 2629
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Prof. Dr., Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie, Universität Bonn.
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