/ 20.06.2013
Stefan Aust / Claus Richter / Gabor Steingart
Der Fall Deutschland. Abstieg eines Superstars
München/Zürich: Piper 2005; 279 S.; geb., 19,90 €; ISBN 3-492-04831-5Wie ein kleines Who’s Who der alten Bundesrepublik liest sich die Liste derjenigen, die die Autoren für eine dreiteilige Fernsehdokumentation interviewt haben – Helmut Schmidt und Richard von Weizsäcker gehören dazu, Klaus von Dohnanyi, Kurt Biedenkopf, Wolfgang Schäuble, Theo Waigel, Heinz Dürr und noch einige andere. Für diese Publikation wurden die Interviews „zerschnitten“ und nach Zeitabschnitten chronologisch geordnet. Auf diese Weise ist ein aus persönlichen Perspektiven erzähltes Geschichtsbuch der Bundesrepublik entstanden. Einig sind sich die Interviewten darin, dass die schnelle deutsche Einheit ohne Alternative, gleichwohl aber mit schwerwiegenden Fehlern behaftet war. Die jeweiligen kurzen Kapiteleinführungen der Autoren sind sehr salopp geraten, außerdem sind zwei weitere Mankos zu benennen: Es wurde nicht eine einzige Frau interviewt – auch nicht für die Zeit nach 1989 - und kein einziger Mensch aus Ostdeutschland.
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.3 | 2.313 | 2.315 | 2.331 | 2.34
Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Stefan Aust / Claus Richter / Gabor Steingart: Der Fall Deutschland. München/Zürich: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/24101-der-fall-deutschland_27755, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 27755
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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