/ 05.06.2013
Marion Simm
Der Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften im föderalen Kompetenzkonflikt. Kontinuität und Neubesinnung in der Rechtsprechung vor und nach "Maastricht"
Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 1998 (Schriftenreihe Europäisches Recht, Politik und Wirtschaft 200); 283 S.; brosch., 79,- DM; ISBN 3-7890-5249-3Rechtswiss. Diss. Freiburg; Erstgutachter: J. Schwarze. - Die Arbeit entstand vor dem Hintergrund der gesteigerten Sensibilität der Mitgliedstaaten gegenüber der Ausdehnung von europäischen Gemeinschaftskompetenzen, der stärkeren Bedeutung des Subsidiaritätsprinzips seit dem Maastrichter Vertrag und der Kritik an der Rechtsprechung des EuGH zur Zuständigkeitsverteilung zwischen der europäischen und nationalen Ebene. Reagierte der Europäische Gerichtshof (EuGH) auf diese politische Diskussion mit einer im Vergleich zu früheren Urteilen mitgliedstaatfreundlicheren Rechtsprechung? Um diese Frage zu beantworten, untersucht Simm die Rolle und Rechtsprechung des EuGH zur Kompetenzverteilung zwischen der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten; sie konzentriert sich dabei auf die in den Verträgen verankerten legislativen Gemeinschaftskompetenzen. Anhand der Analyse von Leitentscheidungen des EuGH zur Reichweite der Gemeinschaftskompetenzen und zu den Ausübungsgrenzen mitgliedstaatlicher Gesetzesbefugnisse kommt Simm zu einem differenzierten Ergebnis über veränderte Tendenzen in der Rechtsprechung des EuGH.
Martina Böhner (Bö)
Dr.
Rubrizierung: 3.3 | 3.1 | 2.21
Empfohlene Zitierweise: Martina Böhner, Rezension zu: Marion Simm: Der Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften im föderalen Kompetenzkonflikt. Baden-Baden: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/6877-der-gerichtshof-der-europaeischen-gemeinschaften-im-foederalen-kompetenzkonflikt_9223, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 9223
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