/ 20.06.2013
Joachim Merchel / Hendrik Reismann
Der Jugendhilfeausschuss. Eine Untersuchung über seine fachliche und jugendhilfepolitische Bedeutung am Beispiel NRW
Weinheim/München: Juventa Verlag 2004 (Soziale Praxis 23); 272 S.; brosch., 18,- €; ISBN 3-7799-1761-0Um die Diskussion über die weit reichenden Kompetenzen der Jugendausschüsse in Nordrhein-Westfalen zu versachlichen, beauftragte das zuständige Ministerium für Schule, Jugend und Kinder die Autoren damit, deren Strukturen, Arbeitsweise und inhaltliche Arbeit zu untersuchen. Zunächst geben sie einen detaillierten Überblick über die strukturelle Einbindung sowie Aufgaben und Befugnisse der Ausschüsse; dabei gehen sie auch auf die historischen Veränderungen ein. Zudem führten die Forscher eine empirische Studie durch. Sie werteten zum einen verschiedene Beschlussvorlagen und Sitzungsprotokolle mithilfe einer qualitativen Inhaltsanalyse aus, zum anderen führten sie schriftliche und mündliche Befragungen von Jugendämtern und Ausschussmitgliedern durch. In ihrer Studie kommen sie zu dem Ergebnis, dass der Jugendhilfeausschuss grundsätzlich als sinnvolles Instrument zur Gestaltung der Jugendhilfe betrachtet werden kann, in manchen Punkten schöpfe er aber seine Handlungsmöglichkeiten nur ungenügend aus. Abschließend entwickeln die Autoren Handlungsempfehlungen, um die Qualität der Ausschussarbeit zu verbessern.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.325 | 2.342
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Joachim Merchel / Hendrik Reismann: Der Jugendhilfeausschuss. Weinheim/München: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22156-der-jugendhilfeausschuss_25260, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 25260
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Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
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