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/ 20.06.2013
Nico Fickinger

Der verschenkte Konsens. Das Bündnis für Arbeit, Ausbildung und Wettbewerbsfähigkeit 1998-2002: Motivation, Rahmenbedingungen und Erfolge

Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2005; 352 S.; brosch., 34,90 €; ISBN 3-531-14517-7
Diss. FU Berlin. – Weshalb wurde die Tätigkeit des 1998 geschaffenen Bündnisses für Arbeit 2002 eingestellt? Welche arbeitsmarktpolitischen Wirkungen können Beschäftigungspakete haben? Anhand der Prämisse, dass sich eine funktionierende Marktwirtschaft selbst organisiert, sind arbeitsmarktpolitische Eingriffe für den FAZ-Redakteur per se fragwürdig. Der Staat sollte sich zunächst auf ordnungspolitische Aufgaben beschränken und den Arbeitsmarkt durch Liberalisierung im Arbeitsrecht deregulieren. Lohnverhandlungen sollten unter weitgehendem Ausschluss der Gewerkschaften geführt werden. Die dafür notwendige politische Entschlossenheit, auch gegen Verbandsinteressen (d. h. gegen die Gewerkschaften) zu regieren, hätten die Regierung Schröder und das Wirtschaftsministerium Müller nicht gehabt, weshalb den Gewerkschaften die Blockade leicht gefallen wäre. Fickingers Argumentation ist insofern widersprüchlich, als er einerseits auf das taktische Vorgehen aller Beteiligten verweist und sogar die fehlende Verantwortung der Wirtschaftsverbände bemerkt, aber andererseits das Versagen des Bündnisses nahezu ausschließlich den Gewerkschaften anlastet.
Frank Schale (FS)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Professur für Politische Theorie und Ideengeschichte, Technische Universität Chemnitz.
Rubrizierung: 2.342 Empfohlene Zitierweise: Frank Schale, Rezension zu: Nico Fickinger: Der verschenkte Konsens. Wiesbaden: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/23958-der-verschenkte-konsens_27557, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 27557 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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