/ 21.06.2013
Rudolf J. Schlaffer
Der Wehrbeauftragte 1951 bis 1985. Aus Sorge um den Soldaten
München: R. Oldenbourg Verlag 2006 (Sicherheitspolitik und Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland 5); XIV, 380 S.; geb., 26,80 €; ISBN 978-3-486-58025-9Geschichtswiss. Diss. Helmut-Schmidt-Universität Hamburg, Gutachter: B. Wegner, N. Katzer. – Das Amt des Wehrbeauftragten wurde 1957 als Hilfsorgan des Bundestages geschaffen. Diese neuartige Institution sollte zum einen dem Schutz der Grundrechte der Soldaten dienen und zum anderen die Ausübung der parlamentarischen Kontrolle der Bundeswehr unterstützen. Der Autor zeichnet die Konzeption, Formierung und Entwicklung dieses Amtes nach. Im Mittelpunkt steht die Analyse der Wirkungszusammenhänge in den „vier zentralen funktionalen Spannungsfeldern“ (11) gesetzlicher Auftrag, Stellung im parlamentarischen System, Verhältnis zur Bundeswehr und Wahrnehmung in der Öffentlichkeit. „Dieses anfangs weit unterschätzte Amt entwickelte sich in den Jahren seiner Existenz zu einem Modell für politische, gesellschaftliche und militärische Interaktion und Kommunikation“, resümiert Schlaffer und stellt dessen geschichtswissenschaftliche Relevanz heraus: „Das Amt des Wehrbeauftragten eröffnet durch seine zentrale Stellung im Systemgefüge von Armee, Staat und Gesellschaft Einblicke in die neuartigen Wechselverhältnisse, wie sie vorher in der deutschen Militärgeschichte nicht möglich gewesen waren.“ (3)
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.324 | 2.313
Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Rudolf J. Schlaffer: Der Wehrbeauftragte 1951 bis 1985. München: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/26637-der-wehrbeauftragte-1951-bis-1985_31059, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 31059
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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