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/ 03.06.2013
Klaus Pflieger

Die Aktion "Spindy" Die Entführung des Arbeitgeberpräsidenten Dr. Hanns-Martin Schleyer

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 1997; 157 S.; brosch., 38,- DM; ISBN 3-7890-4598-5
Zwanzig Jahre nach dem Terrorakt der RAF legt einer der Hauptermittler - Pflieger war Oberstaatsanwalt bei der Bundesanwaltschaft - erstmals eine umfassende Dokumentation dieses aufsehenerregenden Verbrechens vor. Seine Darstellung der Aktion "Spindy" (so wurde Schleyer von den Entführern genannt) beruht vorwiegend auf den Angaben von Tatbeteiligten und polizeilichen Fahndungsergebnissen und enthält den Abdruck zahlreicher Originaldokumente, insbesondere Briefe Schleyers und der RAF. Über den Zusammenhang der bewegenden Ereignisse wird präzise berichtet: Ziel der Terroristen war es, die Freilassung von elf inhaftierten Gesinnungsgenossen zu bewirken. Die Entführung dauerte sechs Wochen und endete am 19.10.77 mit der Erschießung Schleyers, nachdem am 17.10. eine Flugzeugentführung in Mogadischu/Somalia durch die Sondereinheit des Bundesgrenzschutzes GSG9 gewaltsam beendet worden war und am 18.10. vier der inhaftierten Terroristen Selbstmord begangen hatten. Bis auf eine Ausnahme sind alle Täter festgenommen und verurteilt worden, zwei wurden bei der Festnahme erschossen. Über den Namen des Mörders von Schleyer hat der inhaftierte Mittäter Peter-Jürgen Boock bis heute keine Aussage gemacht.
Stefan Lembke (SL)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.372.313 Empfohlene Zitierweise: Stefan Lembke, Rezension zu: Klaus Pflieger: Die Aktion "Spindy" Baden-Baden: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/3317-die-aktion-spindy_4350, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 4350 Rezension drucken
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