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/ 21.06.2013
Günther Wolfswinkler

Die Europäisierung der Arbeitsmarktpolitik. Grenzen und Effekte transnationaler Politikgestaltung am Beispiel Deutschlands

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2006 (Regieren in Europa 12); 309 S.; brosch., 59,- €; ISBN 978-3-8329-1801-9
Wolfswinkler fragt, ob und in welchem Maße die Europäische Union Einfluss auf die Entwicklung der deutschen Arbeitsmarktpolitik genommen hat. Der Autor möchte Europäisierungseffekte „auf sehr breiter Basis und entlang der Gegenüberstellung zweier unterschiedlicher Policies“ (17) erfassen. Die beiden arbeitsmarktpolitischen Felder, die Wolfswinkler dabei in den Fokus seiner umfassenden, konstruktivistisch angeleiteten empirischen Untersuchung rückt, sind die Europäische Beschäftigungsstrategie und der Europäische Sozialfonds. Er vertritt die These, dass die sogenannte „Eurosklerose“ der 80er-Jahre die Arbeitsteilung zwischen mitgliedstaatlicher und supranationaler Sphäre neu konfiguriert und schließlich eine neue Form des kooperativen Regierens im europäischen Kontext hervorgebracht hat, die verstärkt auf „weiche“, d. h. Autonomie schonende Methoden der politischen Steuerung zurückgreift. Bezogen auf die Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik zeigt Wolfswinkler, dass dieses „neu konturierte institutionelle Gefüge eine polit-ökonomische Konstellation hervorbringt, welche die tradierten Muster der Arbeitsmarkt- und Sozialregulation in den Mitgliedstaaten zersetzt“ (19) und sie an den Vorgaben der europäischen Ebene neu ausrichtet.
Jörn Ketelhut (JK)
Dr., Dipl.-Politikwissenschaftler, wiss. Mitarbeiter, Institut für Politikwissenschaft, Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg.
Rubrizierung: 3.52.342 Empfohlene Zitierweise: Jörn Ketelhut, Rezension zu: Günther Wolfswinkler: Die Europäisierung der Arbeitsmarktpolitik. Baden-Baden: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/26405-die-europaeisierung-der-arbeitsmarktpolitik_30768, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 30768 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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