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/ 19.06.2013
Michael H. Koch

Die Externalisierungspolitik der Kommission. Zulässigkeit und Grenzen mittelbarer Gemeinschaftsverwaltung

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2004 (Nomos Universitätsschriften: Recht 406); 207 S.; brosch., 46,- €; ISBN 3-8329-0582-0
Rechtswiss. Diss. Jena; Gutachter: P. M. Huber, M. Hädrich. - Die Kommission hat sich den Umbau des europäischen Verwaltungsapparates zum Programm gemacht. Im Wege der Aufgabenauslagerung soll die Institution gestärkt werden, damit sie sich auf ihre Kernfunktionen konzentrieren kann. Koch legt die Sach- und Rechtslage im ersten Teil detailliert dar. Er unterscheidet zwischen drei Untergruppen von Externalisierung: Unter Dekonzentration sei die Übertragung von Aufgaben auf neu geschaffene EU-Einrichtungen (so genannte Agenturen) zu verstehen. Dezentralisierung bedeute, dass nationale öffentliche Einrichtungen mit Arbeiten der Kommission betraut werden, und mit Outsourcing werde die Erledigung von Tätigkeiten durch Private bezeichnet. Im zweiten Teil werden Grenzen, die sich aus den gemeinschaftlichen Strukturprinzipien ergeben, aufgezeigt und schließlich Forderungen für zukünftige Externalisierungsmaßnahmen formuliert. Koch resümiert: „Mit der Externalisierungspolitik der Kommission geht der Ausbau eines weitgehend eigenständigen Verwaltungsapparates auf Unionsebene einher. Er ist Teil eines ‚Europäischen Verwaltungsrechts im Werden'." (193)
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 3.33.2 Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Michael H. Koch: Die Externalisierungspolitik der Kommission. Baden-Baden: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/21321-die-externalisierungspolitik-der-kommission_24886, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 24886 Rezension drucken
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