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/ 17.06.2013
Herbert E. Martins

Die gefährliche Kraft. Arbeitslosigkeit, Inflation und soziale Gerechtigkeit

Wien: Molden Verlag 2001; 183 S.; geb., 19,40 €; ISBN 3-85485-063-8
Das populärwissenschaftliche Buch des für das österreichische Bundeskanzleramt tätigen Ökonomen entwickelt u. a. die These, dass die Summe aus Arbeitslosigkeit und Inflation bei konstantem Wirtschaftswachstum insgesamt eine Konstante sei. Eine verringerte Arbeitslosigkeit werde also durch eine entsprechende Erhöhung der Inflationsrate sozusagen ausgeglichen und umgekehrt. Forderungen nach Geldwertstabilität und mehr Beschäftigung seien vor diesem Hintergrund Lippenbekenntnisse. Dieses Phänomen sei in einer "im Hintergrund wirkenden 'Gefährlichen Kraft'" (17) begründet: Inflation und Arbeitslosigkeit dienten der Umverteilung zugunsten der realen Machthaber und würden als "Mittel des Klassenkampfes" eingesetzt sowie zudem noch "verschleiert" (170). Die Arbeit entstand bereits 1985, konnte aber erst jetzt publiziert werden; es wurde jedoch laut Literaturangaben keine seitdem erschienene Literatur eingearbeitet. Inhaltsübersicht: 1. Die Problemsituation; 2. Eine Theorie von Inflation, Zinssatz und Kredit; 3. Arbeitslosigkeit als Instrument der Umverteilung. Eine Theorie der Arbeitslosigkeit.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.262 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Herbert E. Martins: Die gefährliche Kraft. Wien: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/16300-die-gefaehrliche-kraft_18712, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 18712 Rezension drucken
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