/ 04.06.2013
Dagmar Gallenmüller
Die "irische Frage" Eine historische Studie zu einem gegenwärtigen Konflikt
Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 1997 (Europäische Hochschulschriften: Reihe III, Geschichte und ihre Hilfswissenschaften 730); 194 S.; brosch., 65,- DM; ISBN 3-631-31294-6Gallenmüller nähert sich dem Konflikt von der historischen Seite. Hier liegen seine Wurzeln, aktuelle soziale Probleme sind mit den geschichtlichen Gegebenheiten untrennbar verknüpft. Die Arbeit ist chronologisch aufgebaut, umfaßt den Zeitraum vom späten 12. Jahrhundert bis Anfang 1996 und mündet in einer Analyse der gegenwärtigen Situation. Die Bevölkerungsgruppen Nordirlands haben nach Gallenmüller nicht nur unterschiedliche Mentalitäten, sondern auch eine "soziale Erinnerung", die durch historische Rituale wie Märsche und Begräbnisfeiern aufrechterhalten wird (178). Die Beteiligten stilisieren den Konflikt hoch zu der Frage, "wer als Sieger aus der Geschichte herausgehen werde" (180). Zur Zeit zeichne sich scheinbar der Anfang vom Ende des Konflikts ab. Es komme nun darauf an, den Friedensdialog trotz eventueller Rückschläge fortzuführen.
Inhaltsübersicht: I. Die "irische Frage" von den Anfängen bis zur Teilung 1921; II. Von der Teilung zum Ausbruch des Konflikts 1968/1969; III. Lösungsversuche 1972-1985; IV. 1985-1994: Entwicklung zum Frieden?; Zusammenfassung: Die historischen Ursachen eines gegenwärtigen Konflikts.
Stefan Lembke (SL)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.61 | 2.25 | 2.23
Empfohlene Zitierweise: Stefan Lembke, Rezension zu: Dagmar Gallenmüller: Die "irische Frage" Frankfurt a. M. u. a.: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/3586-die-irische-frage_4786, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 4786
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M. A., Politikwissenschaftler.
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