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/ 05.06.2013
Paul C. Martin

Die Krisenschaukel. Staatsverschuldung macht arbeitslos, macht noch mehr Staatsverschuldung, macht noch mehr Arbeitslose

München: Langen Müller/Herbig 1997; 248 S.; geb., 39,90 DM; ISBN 3-7844-7389-X
Martin ist promovierter Historiker und Nationalökonom. Ausgangspunkt seines theoretischen Ansatzes, um den Teufelskreis von Staatsverschuldung und Arbeitslosigkeit zu durchbrechen, ist das Mißverhältnis von Millionen von arbeitswilligen Arbeitslosen mit staatlich subventioniertem Einkommen einerseits und den Nicht-Arbeitenden, die von den Zinsen ihres Vermögens leben können, andererseits. Den 2,5 Billionen DM privaten Guthaben stünden 2,5 Billionen DM Staatsschulden gegenüber (11). Es gelte, so Martin, die Besitzer der immensen Guthaben, die mit ihren Zinsen "arbeitslose Einkommen" (58) bezögen, dazu zu bringen, ihre Mittel unternehmerisch einzusetzen. Er fordert, die Rolle des Staates neu zu definieren, und - basierend auf der Wirtschaftstheorie des Debitismus - jegliche Staatsverschuldung komplett abzubauen, notfalls auch durch drakonische Maßnahmen: die Enteignung der Inhaber von Forderungen gegen den Staat und ein Verbot staatlicher Kreditaufnahmen.
Stefan Lembke (SL)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.2622.342 Empfohlene Zitierweise: Stefan Lembke, Rezension zu: Paul C. Martin: Die Krisenschaukel. München: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/8387-die-krisenschaukel_11062, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 11062 Rezension drucken
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