/ 21.06.2013
Jürgen Rüttgers
Die Marktwirtschaft muss sozial bleiben. Eine Streitschrift
Köln: Kiepenheuer & Witsch 2007; 176 S.; geb., 17,90 €; ISBN 978-3-462-03931-3In seiner „Streitschrift“ will der nordrhein-westfälische Ministerpräsident die soziale Marktwirtschaft gegen die ideologische Kritik des Neoliberalismus und den Marktradikalismus verteidigen. Eingangs geht er dazu auf die wirtschaftlichen Chancen Deutschlands innerhalb der Globalisierung ein. Er kritisiert die Auswüchse neoliberaler Argumentationen und einer Shareholder-Value-Ideologie. Nicht zuletzt stellt er – angesichts der damit ausgelösten innerparteilichen Diskussionen – auch die „neoliberalen Lebenslügen“ (55) dar, über die er sich innerhalb der Grundsatzprogrammdebatte der CDU im Sommer 2006 geäußert und von denen er sich zu verabschieden gefordert hatte. In diesem Zusammenhang begründet er ausführlich seine Kritik an den Fehlentwicklungen der Hartz-Reformen und seinen auf dem Dresdner CDU-Parteitag diskutierten Vorschlag, das Arbeitslosengeld II für ältere Arbeitnehmer länger auszubezahlen. Nicht zuletzt bettet er sein Plädoyer für eine soziale Marktwirtschaft ein in die Verteidigung des Europäischen Modells in der Welt. Abschließend stellt er die Herausforderungen des solidarischen Sozialstaates dar und skizziert Lösungsansätze für damit zusammenhängende Probleme in Bildung und Gesellschaft.
Matthias Belafi (BEL)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.3 | 2.342 | 2.35
Empfohlene Zitierweise: Matthias Belafi, Rezension zu: Jürgen Rüttgers: Die Marktwirtschaft muss sozial bleiben. Köln: 2007, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/28200-die-marktwirtschaft-muss-sozial-bleiben_33166, veröffentlicht am 01.04.2008.
Buch-Nr.: 33166
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M. A., Politikwissenschaftler.
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