/ 20.06.2013
Ole Marquard Andresen
Die Pflichten der EU-Mitgliedstaaten zum Abbau versorgungspolitisch motivierter Marktinterventionen. Ein Beitrag zum nationalen und gemeinschaftsrechtlichen Liberalisierungsdruck und zu seiner Durchsetzung im Bereich der existenziellen Grundversorgung
Berlin: Duncker & Humblot 2005 (Schriften zum Europäischen Recht 109); 331 S.; 79,80 €; ISBN 3-428-11529-5Rechtswiss. Diss. Bucerius Law School; Gutachter: J. A. Kämmerer, D. König. – Inwieweit darf ein Mitgliedstaat durch gezielte Maßnahmen die wirtschaftliche Betätigung bestimmter Privatunternehmen privilegieren respektive benachteiligen? Bindet das Gemeinschaftsrecht der nationalstaatlichen Wirtschaftssteuerung die Hände? Zur Beantwortung dieser Fragen nimmt Andresen eine Typisierung von Instrumenten der nationalen Marktintervention vor. Anschließend weist er die Verpflichtung der Mitgliedstaaten nach, bestimmte Markteingriffstypen abzustellen. Zwar bestehe innerstaatlich eine Prärogative der Staatsorgane, doch werde sie durch das Binnenmarktrecht überlagert. Daher bezeichnet der Autor die Mitgliedstaaten als die „‚Erfüllungsgaranten’“ und die Kommission als die „‚Überwachungsgaranten’“ (300) der Liberalisierung.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 3.5 | 3.1 | 3.7
Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Ole Marquard Andresen: Die Pflichten der EU-Mitgliedstaaten zum Abbau versorgungspolitisch motivierter Marktinterventionen. Berlin: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/23134-die-pflichten-der-eu-mitgliedstaaten-zum-abbau-versorgungspolitisch-motivierter-marktinterventionen_26482, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 26482
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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