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/ 17.06.2013
Bernard Lewis

Die politische Sprache des Islam. Aus dem Amerikanischen übersetzt von Susanne Enderwitz

Hamburg: Europäische Verlagsanstalt 2002; 258 S.; kart., 13,- €; ISBN 3-434-46103-5
Auch wenn das Buch bereits 1988 in den USA und schon einmal im Jahr 1991 in einer deutschen Ausgabe erschienen ist, so hat es jedoch nicht an akademischer Brillanz und politischer Bedeutung eingebüßt. Der Autor, emeritierter Professor für Near Eastern Studies in Princeton und Nestor der angelsächsischen Islamwissenschaft, hat in dieser Reihe von Vorlesungen, deren Form für die Publikation beibehalten wurde, ein Grundmotiv immer wieder variiert: Wer die Politik islamisch dominierter Staaten und des politischen Islam zu verstehen sucht, müsse zuerst die Sprache des politischen Diskurses unter den Muslimen verstehen. Dazu sei es notwendig, hinter die zeitgenössische politische Sprache der muslimischen Welt zu blicken und stattdessen vor die Zeit des westlichen Einflusses auf diesen Kulturraum zurückzugehen. Denn erst dann erschlössen sich die relevanten Schlüsselbegriffe, Metaphern und Symbole. Inhalt: Metapher und Anspielung; Der politische Körper; Die Herrscher und die Beherrschten; Krieg und Frieden; Die Grenzen des Gehorsams.
Markus Kaim (MK)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Forschungsgruppe "Sicherheitspolitik", Stiftung Wissenschaft und Politik, Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit, Berlin.
Rubrizierung: 2.23 Empfohlene Zitierweise: Markus Kaim, Rezension zu: Bernard Lewis: Die politische Sprache des Islam. Hamburg: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/16526-die-politische-sprache-des-islam_18983, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 18983 Rezension drucken
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