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/ 20.06.2013
Albrecht Müller

Die Reformlüge. 40 Denkfehler, Mythen und Legenden mit denen Politik und Wirtschaft Deutschland ruinieren

München: Droemer 2004; 416 S.; geb., 19,90 €; ISBN 3-426-27344-6
Müller war Redenschreiber von Bundeswirtschaftsminister Karl Schiller, Leiter der Planungsabteilung im Bundeskanzleramt unter Willy Brandt und Helmut Schmidt und MdB von 1987-1994. Seiner Meinung nach ist die aktuelle Reformdiskussion durch 40 Denkfehler, Mythen und Legenden bestimmt, die alle darauf hinauslaufen, soziale Leistungen zu beschneiden und Privatisierungen jeglicher Art sowie Umverteilungen zulasten der Menschen zu fordern. Seine Philippika gilt der Definitionsmacht der Neoliberalen. Er sieht eine Gruppe von Journalisten, Wissenschaftlern und Unternehmern am Werk, die inzwischen den Begriff Reformen seines ehemals positiven Sinns beraubt hätten, vornehmlich im Interesse einer Umverteilung zu ihren Gunsten. Durch ständiges Wiederholen ihrer Positionen hätten sie alternativlos jegliche Diskussion über andere Wege der Reform blockiert. Müller stellt die Glaubensüberzeugungen der Reformdiskussion infrage, weist auf Widersprüchlichkeiten hin und belegt, dass so manche These nur durch permanente Wiederholung zu überzeugen verstand. Allein schon die weitgehende Reduktion des Menschen auf Produzenten und Konsumenten, der Kinder auf spätere Beitragszahler zeige, wie verfehlt diese (Nicht-)Diskussion sei.
Heinz-Werner Höffken (HÖ)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Institut für Politikwissenschaft, Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg.
Rubrizierung: 2.32.3312.3422.35 Empfohlene Zitierweise: Heinz-Werner Höffken, Rezension zu: Albrecht Müller: Die Reformlüge. München: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22326-die-reformluege_25465, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 25465 Rezension drucken
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