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/ 05.06.2013
Christoph Gauer / Jürgen Scriba

Die Standortlüge. Abrechnung mit einem Mythos

Frankfurt a. M.: Fischer Taschenbuch Verlag 1998; 239 S.; 19,90 DM; ISBN 3-596-14237-7
Schon der Titel des Buches verrät, was die Autoren von den "Mythen der Standortdebatte" (12) halten. Sie zeigen, wie eine andere Sicht der Daten zu völlig anderen Ergebnissen führen kann und relativieren dabei auch die Rolle der USA als ökonomisches Leitbild. Da Produktivität für sie die entscheidende "Quelle unseres Wohlstandes" (229) ist, setzen sie deren Steigerung als "zentrale[n] Erfolgsmaßstab für die Wirtschaftspolitik" (230). Dazu gehört für sie ein transparenter, effizienter und handlungsfähiger Staat, der insbesondere durch eine Verbreiterung der Steuerbasis stabile Einnahmequellen brauche, um langfristige Investitionen in Infrastruktur und Bildung als Bedingungen für ein hohes Produktivitätswachstum und damit für eine florierende Marktwirtschaft leisten zu können. Inhalt: 1. Mythen der Standortdebatte: 1. Alle schaffen Jobs, Deutschland nicht; 2. Der Standort Deutschland ist nicht mehr wettbewerbsfähig; 3. Die Globalisierung zerstört unseren Wohlstand; 4. Uns geht die Arbeit aus. 2. Navigationshilfen: 5. Fluch und Segen der Produktivität; 6. Zeitbombe des Shareholder Value; 7. Der Stillstandort; 8. Laufmaschen im sozialen Netz. 3. Kurskorrektur: 9. Spielräume der Wirtschaftspolitik; 10. Die Zukunft der Arbeit; 11. Standort-Szenarien; 12. Komplementäre Marktwirtschaft.
Ulrike Hensel (UH)
Rubrizierung: 2.342 Empfohlene Zitierweise: Ulrike Hensel, Rezension zu: Christoph Gauer / Jürgen Scriba: Die Standortlüge. Frankfurt a. M.: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/6491-die-standortluege_8805, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 8805 Rezension drucken
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