/ 17.06.2013
Susan Barthe
Die verhandelte Umwelt. Zur Institutionalisierung diskursiver Verhandlungssysteme im Umweltbereich am Beispiel der Energiekonsensgespräche von 1993
Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2001 (Nomos Universitätsschriften: Politik 115); 319 S.; brosch., 51,- €; ISBN 3-7890-7204-4Ob "runder Tisch", "Planungszelle" oder "Mediation" - diskursive Verfahren werden bei Konflikten nicht nur im Umweltbereich immer häufiger eingesetzt. Am Beispiel der Energiekonsensgespräche von 1993 untersucht die Autorin, ob und inwieweit sich solche diskursiven Verfahren institutionalisieren konnten. Forschungsleitend war dabei der Gedanke, dass diese Verfahren spezifische Legitimationsgrundlagen ausbilden, und zwar aufgrund der Leitideen "Konsens" und "Dialog", also indem sie die Idee einer rationalen Konsensfindung mittels Diskussion und Dialog aller Beteiligten symbolisch repräsentieren. Der empirische Teil stützt sich u. a. auf leitfadengestützte Experteninterviews sowie auf die Auswertung der Berichterstattung in ausgewählten Medien.
Aus dem Inhalt: A. Theoretische Perspektiven: I. Zum Modernisierungs- und Integrationsbedarf des politischen Systems; II. Die Institutionalisierung diskursiver Verfahren in der Entwicklung moderner politischer Systeme. B. Empirische Auswertung; C. Theoretische Reflexion der empirischen Ergebnisse: V. Zur Institutionalisierung diskursiver Verfahren in der Moderne.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.33 | 2.331 | 2.341
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Susan Barthe: Die verhandelte Umwelt. Baden-Baden: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/16380-die-verhandelte-umwelt_18810, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 18810
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Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
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