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/ 18.06.2013
Oriana Fallaci

Die Wut und der Stolz. Aus dem Italienischen von Paula Cobrace

München: List Verlag 2002; 195 S.; 3. Aufl.; geb., 18,- €; ISBN 3-471-77558-7
Fallaci, eine der bekanntesten italienischen Journalistinnen und Autorinnen hat, aufgewühlt von den Ereignissen des 11. September, dieses Buch veröffentlicht, das sich in Italien innerhalb kürzester Zeit zum Bestseller entwickelte. Es handelt sich um eine Mischung aus allgemeinen politischen Betrachtungen, einer sehr kritischen Auseinandersetzung mit dem Islam und auch den Europäern, insbesondere mit Italien sowie autobiografischen Details. Das mit großer Leidenschaft und - trotz aller Kritik - mit viel Patriotismus und unter Verzicht auf jeglichen Kulturrelativismus geschriebene Buch der inzwischen in den USA lebenden Florentinerin bietet dabei jedoch weniger wissenschaftliche Analysen als oft scharfsinnige und häufig sehr emotionsgeladene Beobachtungen. Leseprobe: "Doch wenn in einigen Ländern die Frauen so dumm sind, den Tschador oder die Burkah zu tragen, wenn sie so verrückt sind und akzeptieren, weniger wert zu sein als ein Kamel, wenn sie so blöd sind, einen Scheißkerl zu heiraten, der vier Unglückliche in seinem Bett will, selber schuld. [...] Ich werde sie bestimmt nicht daran hindern. [...] Doch wenn mir die Söhne Allahs diese Dinge aufzwingen wollen, meinem Land, wenn sie meine Kultur durch ihre ersetzen wollen... Genau das wollen sie." (95)
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.252.612.23 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Oriana Fallaci: Die Wut und der Stolz. München: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/17961-die-wut-und-der-stolz_20734, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 20734 Rezension drucken
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