/ 04.06.2013
Julius H. Schoeps (Hrsg.)
Enteignet durch die Bundesrepublik Deutschland. Der Fall Mendelssohn-Bartholdy. Eine Dokumentation
Bodenheim: Philo Verlagsgesellschaft 1997; 191 S.; 28,- DM; ISBN 3-8257-0045-3Beschrieben wird der Fall der Familie Mendelssohn-Bartholdy, die von den Nationalsozialisten 1938 durch "Arisierung" der Mendelssohn-Bank um ihr Geldvermögen gebracht wurde und im Zuge der Enteignungen zwischen 1945 und 1949 in der damaligen sowjetischen Zone ihren Landbesitz verlor. Die Autoren befassen sich mit den politischen und juristischen Hintergründen der kontroversen Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts von 1991 und 1996, mit denen die Enteignungen in der sowjetischen Zone bestätigt wurden. Die Darstellung wird ergänzt durch eine Dokumentensammlung zum Fall Mendelssohn-Bartholdy und einen Überblick über die Presseberichterstattung.
Aus dem Inhalt: Julius H. Schoeps: Als Juden enteignet, als "Junker" von der Rückgabe ausgeschlossen (15-22); Philipp-Christian Wachs: Preußische Junker oder ausländische Juden? Die Bankiersfamilie Mendelssohn-Bartholdy und ihr Gut Börnicke im Jahre 1945 (23-47); Lutz Krüger: Der Fall Mendelssohn-Bartholdy aus der Sicht des Juristen (165-187).
Ron Faber (RF)
Rubrizierung: 2.313 | 2.35
Empfohlene Zitierweise: Ron Faber, Rezension zu: Julius H. Schoeps (Hrsg.): Enteignet durch die Bundesrepublik Deutschland. Der Fall Mendelssohn-Bartholdy. Bodenheim: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/3508-enteignet-durch-die-bundesrepublik-deutschland-der-fall-mendelssohn-bartholdy_4679, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 4679
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