/ 18.06.2013
Fritz Reheis
Entschleunigung. Abschied vom Turbokapitalismus
München: Riemann Verlag 2003; 320 S.; 20,- €; ISBN 3-570-50049-7Unser Alltag wird bestimmt vom Takt externer Terminvorgaben, wir stehen ständig unter Zeitdruck, so der Autor des journalistisch geschriebenen Buches, der neben seiner publizistischen Tätigkeit auch noch als Gymnasiallehrer und Lehrbeauftragter an mehreren Hochschulen tätig ist. Als Ursache des Zeitdrucks identifiziert er insbesondere die mit der Globalisierung einhergehende immer stärkere Konkurrenz der Unternehmen, die zu immer neuen Höchstleistungen in immer kürzerer Zeit antreibe. Auf die Dauer sei dies gesundheitsschädlich und führe zu sozialen und ökologischen Problemen. Deshalb entwickelt Reheis verschiedene Reformvorschläge, die zu einer „Entschleunigung" unserer Gesellschaft führen sollen. So propagiert er u. a. einen grundlegend neuen Ansatz im Steuersystem oder die Schaffung eines auf Befriedigung unmittelbarer Lebensbedürfnisse abzielenden „Dritten Sektors" in der Wirtschaft.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.35 | 2.342
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Fritz Reheis: Entschleunigung. München: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/19872-entschleunigung_23132, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 23132
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Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
CC-BY-NC-SA