/ 11.06.2013
Christian Marazzi
Fetisch Geld. Wirtschaft, Staat, Gesellschaft im monetaristischen Zeitalter. Aus dem Italienischen von Massimo Romano
Zürich: Rotpunktverlag 1999; 223 S.; brosch., 39,- DM; ISBN 3-85869-182-8Wenn das Finanzsystem auch zunehmend globalisiert wird und es auch instabil ist, so haben Finanzkrisen dennoch nur eine begrenzte Tragweite. Es handelt sich um eine strukturelle Erscheinung, dass selbst bei größtem Wirtschaftswachstum kein Inflationsrisiko entsteht, sondern wir es vielmehr in den letzten Jahren mit Deflation zu tun haben. Nur das Zentrum-Peripherie-Modell erlaubt noch nützliche Feststellungen über Krise und Wandel des internationalen Finanzsystems, das deswegen durch eine Analyse des Inflationsrückgangs zu vervollständigen ist. Dies sind die Hauptthesen Marazzis, vor deren Hintergrund er erklärt, wie Pensionsfonds und Derivate die Umwandlung der heutigen Gesellschaft beeinflussen.
Inhalt: 1. Die Preisrevolution; 2. 1979; 3. Die Derivaterevolution; 4. Die keynesianische Unsicherheit; 5. Der Pensionskassenkapitalismus; 6. Kritik der Kritik: Notizen; 7. Die Rationalität der Menge.
Heinz-Werner Höffken (Hö)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Institut für Politikwissenschaft, Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg.
Rubrizierung: 2.22 | 2.262
Empfohlene Zitierweise: Heinz-Werner Höffken, Rezension zu: Christian Marazzi: Fetisch Geld. Zürich: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/10749-fetisch-geld_12712, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 12712
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Dr., wiss. Mitarbeiter, Institut für Politikwissenschaft, Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg.
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