/ 19.06.2013
Jenny Huschke
Gender Mainstreaming. Eine neue frauenpolitische Initiative der EU oder nur ein weiteres Schlagwort? Ein aktueller Diskussionsbeitrag
Osnabrück: Der Andere Verlag 2002; 173 S.; 23,90 €; ISBN 3-936231-97-4Diplomarbeit Institut für Sozialpädagogik TU Berlin; Gutachterinnen: S. Staub-Bernasconi, T. Musfeld. - „Bedeutet Gender Mainstreaming die Abschaffung, die Umdeutung oder eine Aufwertung von Frauenpolitik?" (14) Um diese Frage zu beantworten, beleuchtet Huschke alle Facetten der viel diskutierten Strategie des Gender Mainstreaming. Sie unternimmt den Versuch einer Definition der Begrifflichkeiten, zeichnet die historischen Entwicklungslinien nach, stellt die politischen Annahmen dar, die dem Konzept zugrunde liegen, analysiert die vorgeschlagenen Handlungsanweisungen sowie Instrumente und setzt sich mit der Kritik am Konzept auseinander. Zwar hätten die Erfahrungen mit Gender-Mainstreaming-Projekten gezeigt, dass die Geschlechterproblematik in einer breiten gesellschaftlichen Öffentlichkeit thematisiert wird. Dennoch fällt ihre Antwort auf die Frage, ob Gender Mainstreaming adäquate Lösungen zum Abbau der Benachteiligung von Frauen bietet, differenziert aus.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 3.5 | 2.27
Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Jenny Huschke: Gender Mainstreaming. Osnabrück: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/20541-gender-mainstreaming_23965, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 23965
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