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/ 21.06.2013
Norbert Blüm

Gerechtigkeit. Eine Kritik des Homo oeconomicus

Freiburg i. Br./Basel/Wien: Herder 2006 (Herder spektrum 5789); 192 S.; kart., 7,- €; ISBN 978-3-451-05789-2
Blüm beschreibt alte Binsenweisheiten. Dennoch ist sein Buch lobenswert, da er daran erinnert, dass Liberalität eine Weltanschauung und kein Handbuch für Gewinnmaximierung ist, dass Globalisierung noch lange keine Gerechtigkeit schafft, dass die Würde des Menschen kein Nebenprodukt des Marktgeschehens ist. Außerdem weist er daraufhin, dass die Frage nach der Gerechtigkeit Ausgangspunkt der abendländischen Philosophie ist. Arbeit, Solidarsysteme, Globalisierung, Mitbestimmung etc. bekommen so – inspiriert von der katholischen Soziallehre – ihren Ort. Und die im Schatten – auch dafür sorgt Blüm – sieht man doch: „Entflammt wird der Aufstand gegen Ungerechtigkeit durch das angeborene Bewusstsein der Menschen, dass sie Anspruch darauf haben, als Menschen anerkannt zu werden. Das ist ein Recht und kein Almosen.“ (17) Sein Buch ist damit eine Philippika gegen alle Tendenzen, schon die Frage nach Gerechtigkeit nicht mehr zuzulassen.
Heinz-Werner Höffken (HÖ)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Institut für Politikwissenschaft, Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg.
Rubrizierung: 2.232.2 Empfohlene Zitierweise: Heinz-Werner Höffken, Rezension zu: Norbert Blüm: Gerechtigkeit. Freiburg i. Br./Basel/Wien: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/27339-gerechtigkeit_32012, veröffentlicht am 16.08.2007. Buch-Nr.: 32012 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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