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/ 05.06.2013
Hubert Eichheim

Griechenland

München: C. H. Beck 1999 (Beck'sche Reihe: Länder 877); 201 S.; 22,- DM; ISBN 3-406-39877-
Eichheim legt den Schwerpunkt auf das kulturelle und gesellschaftliche Leben Griechenlands. Der relativ ausführliche historische Abriß erstreckt sich vom "Ende des Altertums" (104) bis zu den Parlamentswahlen 1996. Eher kurz behandelt der Autor die innen- und außenpolitische Situation des Landes an der Peripherie der Europäischen Union. Innenpolitisch thematisiert Eichheim die besondere Bedeutung der Gewerkschaften, das ausgeprägte Klientelsystem in der öffentlichen Verwaltung und die derzeitige Regierung Simitis. Hinsichtlich der Außenpolitik geht der Autor auf das spannungsgeladene Verhältnis zur Türkei, den Zypernkonflikt und die Beziehungen Griechenlands zu seinen unmittelbaren Nachbarn ein. Knapp, aber anschaulich führt er die großen ökonomischen Anstrengungen vor, die Griechenland unternimmt, um Mitglied der Europäischen Währungsunion zu werden. Eine Übersicht der wichtigsten Daten und eine Zeittafel von 1400 v. Chr. bis 1996 schließen den Band ab. Das Literaturverzeichnis enthält überwiegend Reiseführer, Poesie sowie Belletristik und bietet wenig Weiterführendes hinsichtlich der Geschichte und Politik des Landes.
Julia von Blumenthal (JB)
Prof. Dr., Institut für Sozialwissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin.
Rubrizierung: 2.61 Empfohlene Zitierweise: Julia von Blumenthal, Rezension zu: Hubert Eichheim: Griechenland München: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/7919-griechenland_10494, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 10494 Rezension drucken
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