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/ 18.06.2013
Susanne Boshammer

Gruppen, Recht, Gerechtigkeit. Die moralische Begründung der Rechte von Minderheiten

Berlin/New York: Walter de Gruyter 2003 (Ideen & Argumente); X, 248 S.; geb., 49,95 €; ISBN 3-11-017848-6
Philosoph. Diss. Münster; Gutachter: K. Bayertz. - Boshammer beschränkt sich in seiner gut lesbaren Untersuchung auf die gruppenrechtlichen Ansprüche von Minderheiten innerhalb eines Staates. Zunächst werden die Struktur, die Interessenbegründungskonzeption und die soziale Funktionsweise von Rechten dargelegt. Danach wendet sich die Autorin den unterschiedlichen Gruppenarten selbst sowie deren Anlass für Rechtsforderungen zu. Zuletzt wird dann die „moralische Begründbarkeit von juridischen Gruppenrechten" (22) diskutiert, unterschieden nach (Kollektiv-)Rechten von Gruppen und (Sonder-)Rechten von Individuen aufgrund einer Gruppenzugehörigkeit. Boshammer kommt zu folgendem Ergebnis: „Während sich die Einrichtung von Kollektivrechten zugunsten ethnischer, religiöser, kultureller etc. Minderheitsgemeinschaften nur unter Bedingungen moralisch rechtfertigen lässt, die in nahezu allen einschlägigen Fällen von Gruppenrechtsforderungen nicht erfüllt sind, ist die Gewährung von Sonderrechten zugunsten ganz bestimmter Gruppen nicht nur moralisch erlaubt, sondern moralisch geboten." (21)
Guido Koch (GK)
Dr., Politikwissenschaftler, Qualitätsmanagment, GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften.
Rubrizierung: 5.442.23 Empfohlene Zitierweise: Guido Koch, Rezension zu: Susanne Boshammer: Gruppen, Recht, Gerechtigkeit. Berlin/New York: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/20216-gruppen-recht-gerechtigkeit_23555, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 23555 Rezension drucken
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