/ 21.06.2013
David Wineroither
Herrschen lernt sich leicht, regieren schwer. "Leadership" und Herrschaftsform im Deutschland des 20. Jahrhunderts
Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2007 (Europäische Hochschulschriften: Reihe XXXI, Politikwissenschaft 549); 232 S.; brosch., 42,50 €; ISBN 978-3-631-56392-2Diplomarbeit Innsbruck. – Die Geschichte der Bundesrepublik ist eng mit ihren Bundeskanzlern verknüpft, die ihrerseits im politischen Raum mit den gegebenen demokratischen Spielregeln agieren und sich an diesen orientieren müssen. Insofern bietet gerade die deutsche „Kanzlerdemokratie“ einen idealen Untersuchungsgegenstand, um das Spannungsfeld zwischen Personalisierung von Politik und ihren eigenen Grenzen durch institutionalisierte Verfahrensmechanismen zu untersuchen. Wineroither verbindet in seiner Erhebung zu „Leadership“ und den Herrschaftsformen Theorie und Empirie. Dabei nimmt er nicht nur die bundesdeutschen Regierungschefs in Augenschein, sondern grenzt deren Leitungs- und Lenkungsfunktionen (und Möglichkeiten) im demokratischen System von denjenigen autoritärer Herrscher wie zum Beispiel Hitler ab. Wineroithers Arbeit besticht durch eine fundierte Argumentationsführung.
Florian Eckert (FE)
Dr., Lehrbeauftragter, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Public-Affairs-Berater, Pleon, Berlin.
Rubrizierung: 2.2 | 5.41 | 2.313 | 2.322
Empfohlene Zitierweise: Florian Eckert, Rezension zu: David Wineroither: Herrschen lernt sich leicht, regieren schwer. Frankfurt a. M. u. a.: 2007, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/28475-herrschen-lernt-sich-leicht-regieren-schwer_33556, veröffentlicht am 02.04.2008.
Buch-Nr.: 33556
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Dr., Lehrbeauftragter, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Public-Affairs-Berater, Pleon, Berlin.
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