Skip to main content
/ 20.06.2013
Ayaan Hirsi Ali

Ich klage an. Plädoyer für die Befreiung der muslimischen Frauen. Aus dem Niederländischen von Anna Berger und Jonathan Krämer

München/Zürich: Piper 2005; 214 S.; 7. Aufl.; kart., 13,90 €; ISBN 3-492-04793-9
Hirsi Ali polarisiert mit ihrem Buch den Diskurs zum Islam, zu den Menschenrechten und zur Integration. Sie attackiert nicht nur den Islam der Gegenwart, sondern auch die Gesellschaften des Westens, denen sie eine falsche Toleranz vorwirft, durch welche insbesondere muslimische Frauen in Europa im Stich gelassen würden. Sie betont die Bedeutung der Unterdrückung muslimischer Frauen für das Verständnis des Konflikts des Islams mit den Werten und Umständen der Moderne. Dass das Problem, welches der Islam mit sich selbst hat, männlichen Ursprungs ist, scheint im bisherigen Diskurs zu wenig beachtet worden zu sein. Hirsi Alis Mut ist bemerkenswert; ihr Schreibstil schwankt – vor dem Hintergrund ihrer Biografie durchaus verständlich – zwischen Sachlichkeit und Wut, aber die Mischung ist gelungen.
Dirk Burmester (DB)
Dr., Politikwissenschaftler, wiss. Angestellter der Freien und Hansestadt Hamburg.
Rubrizierung: 2.232.252.27 Empfohlene Zitierweise: Dirk Burmester, Rezension zu: Ayaan Hirsi Ali: Ich klage an. München/Zürich: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/23953-ich-klage-an_27545, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 27545 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
CC-BY-NC-SA