/ 18.06.2013
Eva Joly
Im Auge des Zyklons. Der Elf-Aquitaine-Skandal und mein Kampf gegen internationalen Finanzbetrug. Aus dem Französischen von Elisabeth Liebl
München: Riemann Verlag 2003; 286 S.; 18,- €; ISBN 3-570-50051-9Die Ermittlungsrichterin Joly deckte nach jahrelangen Recherchen den größten europäischen Korruptionsskandal, den Fall Elf Aquitaine, auf. Sechs Jahre lang lebte sie deshalb unter Polizeischutz. In diesem Buch schildert sie die schwierigen Bedingungen, unter denen ihre Ermittlungen stattfanden. Abhöraktionen, merkwürdige Anrufe und das „Verschwinden" von Unterlagen waren dabei noch die weniger bedrohlichen Varianten. Joly und ihre Mitstreiterin Laurence Vichnievsky sowie andere an den Ermittlungen Beteiligte sahen sich sogar mit Morddrohungen, Einbrüchen in verschiedene Büros und Privatwohnungen sowie Verleumdungen jeglicher Couleur konfrontiert. Sie sollten offenkundig eingeschüchtert und zum Abbruch der Ermittlungen bewegt werden. Doch die Richterin blieb standhaft und im März 2001 konnten die Untersuchungen endlich abgeschlossen werden. Sie führten zu insgesamt 37 Anklagen, die meisten Beteiligten wurden inzwischen zu zum Teil hohen Haftstrafen und Geldbußen verurteilt.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.23 | 2.61
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Eva Joly: Im Auge des Zyklons. München: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/19871-im-auge-des-zyklons_23131, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 23131
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Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
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