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/ 18.06.2013
Bettina Stötzer

InDifferenzen. Feministische Theorie in der antirassistischen Kritik

Hamburg: Argument 2004 (Argument Sonderband Neue Folge 293); 204 S.; brosch., 17,90 €; ISBN 3-88619-293-8
Magisterarbeit Göttingen; Gutachterinnen: E. Klaus, I. Costas. - Neuere feministische Autorinnen nehmen zunehmend die Differenzen zwischen den Frauen in den Blick; zugleich lässt sich ein Paradigmenwechsel hin zu dekonstruktivistischen Analysen beobachten. Doch während in den USA eine Verknüpfung von Gender und Ethnie bereits breit diskutiert wird, verläuft diese Debatte in Deutschland nur oberflächlich und wird selten auf die hiesigen Verhältnisse übertragen. Dies will die Autorin nachholen. Im Mittelpunkt ihres Buchs stehen Fragen der Migration und des Rassismus; exemplarisch wird insbesondere der Diskurs Afro-Deutscher betrachtet. Zudem sollen die entsprechenden „blinden Flecken" der mehrheitlich weißen deutschen Geschlechterforscherinnen selbst thematisiert werden. Damit sollen bestehende theoretische Konzepte der Geschlechterforschung erweitert werden: Die Autorin will Ansatzpunkte für eine auf die Verhältnisse der Bundesrepublik bezogene Dekonstruktion von Geschlecht liefern, die ethnische Perspektiven und Differenzen mit einbezieht.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.362.35 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Bettina Stötzer: InDifferenzen. Hamburg: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/17478-indifferenzen_20126, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 20126 Rezension drucken
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