/ 18.06.2013
Stefan Köppl
Italien: Transition ohne Reform? Gescheiterte Anläufe zur Verfassungsreform 1983-1998 im Vergleich
Stuttgart: ibidem-Verlag 2003; 194 S.; pb., 29,90 €; ISBN 3-89821-262-9Innerhalb von nur 15 Jahren sind in Italien drei Versuche zur Verfassungsreform gescheitert. Köppl gibt im ersten Teil einen Überblick über die Ziele, Akteure und den Verlauf dieser missglückten Reformen. Er arbeitet insbesondere die Gründe für ihr Scheitern heraus, wie etwa die große Anzahl an beteiligten Akteuren mit unterschiedlichen Zielen. Im Anschluss führt er einen Vergleich der Reformen durch und zeigt Kontinuitäten und Veränderungen auf. Wesentliche Probleme wie die starke Zersplitterung der politischen Landschaft sowie Funktionsdefizite des politischen Systems bestünden seit Jahren in unveränderter Form. Trotzdem, so das Fazit des Autors, befinde sich Italien nicht mehr in einer Transitionsphase oder verharre sogar im Zustand der Ersten Republik. Vielmehr habe es durchaus auch deutliche Veränderungen gegeben. So seien die Parteien inzwischen im Wesentlichen bündnis- und regierungsfähig und die jahrzehntelange Kontinuität der Regierung einer einzigen Partei („democrazia bloccata") sei aufgebrochen.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.61 | 2.21
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Stefan Köppl: Italien: Transition ohne Reform? Stuttgart: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/20284-italien-transition-ohne-reform_23637, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 23637
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Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
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