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/ 05.06.2013
Christoph Achterberg

Karikatur als Quelle. Determinanten sozialwissenschaftlicher Interpretation

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 1998 (Europäische Hochschulschriften: Reihe XXXI, Politikwissenschaft 372); 240 S.; brosch., 69,- DM; ISBN 3-631-34090-7
Diss. Münster; Erstgutachter: W. Keim. - Die Arbeit unternimmt erstmals den Versuch, mit empirischer, auch quantitativer Analyse Karikaturen als Quelle sozialwissenschaftlicher Erkenntnis heranzuziehen. Dazu nutzt Achterberg intensiv theoretische Erkenntnisse von Nachbardisziplinen und führt als Fallstudien drei Untersuchungen der physiognomischen Merkmale der Karikaturen von Saddam Hussein, Richard von Weizsäcker und Radovan Karadzic durch, deren Resultate er quantifiziert. Sein Fazit ist, daß Karikaturen als Quelle Informationen enthalten, die in verbalen politischen Aussagen (etwa Leitartikeln und Kommentaren) nicht vorhanden sind. Die Arbeit ist ein nachhaltiges Plädoyer dafür, diesen bislang weitgehend ungenutzten Quellenbestand künftig besser einzubeziehen. Aus dem Inhalt: 2. Rahmenbedingungen der Interpretation: 2.2 Zur Kunstgeschichtlichen Theorie; 2.3 Zur Sprach- und Literaturwissenschaftlichen Theorie. 3. Theorien der Karikatur; 4. Körpersprachliche Zeichen; 5. Analyse physiognomischer Strukturelemente, 6. Zu einer sozialwissenschaftlichen Theorie der Karikatur.
Michael Dreyer (MD)
Prof. Dr., Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 2.232.22 Empfohlene Zitierweise: Michael Dreyer, Rezension zu: Christoph Achterberg: Karikatur als Quelle. Frankfurt a. M. u. a.: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/7662-karikatur-als-quelle_10170, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 10170 Rezension drucken
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