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/ 20.06.2013
Günther E. Braun / Frank Schulz-Nieswandt (Hrsg.)

Liberalisierung im Gesundheitswesen. Einrichtungen des Gesundheitswesens zwischen Wettbewerb und Regulierung

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 196 (Schriftenreihe der Gesellschaft für öffentliche Wirtschaft 53); 196 S.; brosch., 36,- €; ISBN 3-8329-1766-7
Der Liberalisierungsprozess im Gesundheitswesen führt zu einem höheren Autonomiegrad aller Beteiligten und zu flexiblen Vertragslösungen zwischen den verschiedenen Parteien, während das bisherige System eher benevolent paternalistisch war und eine flächendeckend einheitliche Versorgung bot. Die Autoren stellen sich ein Gesundheitssystem vor, das zwischen den Extremen von Wettbewerb und Regulierung angesiedelt ist. Diese „solidarische Wettbewerbsordnung“ soll auf der einen Seite dafür sorgen, dass alle Bürger die medizinisch notwendigen Leistungen zu sozial verträglichen Preisen erhalten, auf der anderen Seite soll der Wettbewerb bei Leistungsanbietern und Kostenträgern die Effizienz und die Innovationskapazität des Systems erhöhen. So wird diskutiert, welche Leistungen staatlich garantiert werden sollen und welche der Eigenverantwortung des Bürgers überlassen werden können. Ein zweifacher Paradigmenwechsel wird vorgeschlagen: von der Objekt- zur Subjektfinanzierung und von der Subventionierung zur Förderung. Statt Krankenhäuser werden die Patienten finanziert, statt bestimmte Leistungen zu bezahlen (Subventionierung), werden Mittel ohne konkrete Zweckbindung zur Verfügung gestellt (Förderung).
Julia von Blumenthal (JB)
Prof. Dr., Institut für Sozialwissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin.
Rubrizierung: 2.342 Empfohlene Zitierweise: Julia von Blumenthal, Rezension zu: Günther E. Braun / Frank Schulz-Nieswandt (Hrsg.): Liberalisierung im Gesundheitswesen. Baden-Baden: 196, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25698-liberalisierung-im-gesundheitswesen_29819, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 29819 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
CC-BY-NC-SA