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/ 04.06.2013
Klemens H. Fischer

Lobbying und Kommunikation in der Europäischen Union

Berlin/Wien: Berlin Verlag Arno Spitz GmbH / Verlag Österreich 1997; 103 S.; kart., 29,- DM; ISBN 3-87061-645-8
Der Verfasser ist Botschaftsrat an der ständigen Vertretung Österreichs bei der Europäischen Union und legt mit seinem Band einen Leitfaden für Lobbyisten auf gesamteuropäischer Ebene vor. Ein erster Teil beschreibt alle an Entscheidungen beteiligten Institutionen und geht auf Rechtssetzungsverfahren und Komitologie der Gemeinschaft ein. Daran schließt sich die Bestandsaufnahme und Kategorisierung der auf Gemeinschaftsebene präsenten Lobbygruppen an. Diese bestehen beispielsweise aus europäischen oder nationalen Verbänden und den nationalen Subeinheiten wie den deutschen oder österreichischen Ländervertretungen. Sodann geht der Autor auf die europäischen Entscheidungsgremien und ihre Rolle im Entscheidungsprozeß ein, um dann Ablauf und Hintergrund von Entscheidungen darzustellen. In diesem letzten Teil wird ausführlich auf theoretische Grundlagen des Verhandelns eingegangen. Nur ein kurzer Teil (79-81) arbeitet Spezifika wie die Bedeutung persönlicher Kontakte, das Sprachenproblem und die verschlungenen europäischen Zuständigkeiten heraus. Die Veröffentlichung gibt einen aktuellen Überblick über europäische Institutionen und Entscheidungen. Weiterhin kann sie als Einführung in die Verhandlungsführung auf internationalem Parkett dienen. Neue Erkenntnisse hinsichtlich der Rolle des Lobbying auf Gemeinschaftsebene enthält sie allerdings nicht.
Patricia Bauer (PB)
Dr., Politikwissenschaftlerin.
Rubrizierung: 3.13.43.3 Empfohlene Zitierweise: Patricia Bauer, Rezension zu: Klemens H. Fischer: Lobbying und Kommunikation in der Europäischen Union Berlin/Wien: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/3463-lobbying-und-kommunikation-in-der-europaeischen-union_4571, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 4571 Rezension drucken
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