/ 17.06.2013
Friedrich Wichert
Natura 2000. Kooperatives Vorgehen von Gemeinschaft und Mitgliedstaaten bei der Errichtung eines Netzes von Schutzgebieten zum Zwecke des Artenschutzes
Berlin: Duncker & Humblot 2001 (Schriften zum Umweltrecht 115); 191 S.; 56,- €; ISBN 3-428-10596-6Rechtswiss. Diss. Freiburg i. B.; Gutachter: R. Wahl. - Wichert setzt sich mit dem Schutz der biologischen Vielfalt, den sich die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie des Rates aus dem Jahre 1992 zum Anliegen macht, als einem der zentralen Aufgabenfelder des Naturschutzes auseinander. Diese Richtlinie begreift den Gebietsschutz als primäres Mittel des Artenschutzes und verlangt die Errichtung eines kohärenten europäischen ökologischen Artenschutzes ("Natura 2000"). Es soll der "'Fortbestand oder gegebenenfalls die Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustandes (der) natürlichen Lebensraumtypen und Habitate der Arten in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet'" (22) gewährleistet werden. Das Besondere an dieser Richtlinie ist, dass im Gegensatz zur "Vogelschutzrichtlinie" die Kommission und die Mitgliedstaaten arbeitsteilig und konsensual kooperieren. So fragt der Autor, inwieweit eine Zusammenarbeit von Kommission und Mitgliedstaaten beim Prozess der Schutzgebietsausweitung rechtlich geboten ist, welche Vorgaben die Richtlinie bezüglich des Ergebnisses der Ausweitungsbemühungen der Mitgliedstaaten macht und schließlich, wie sich eine Zusammenarbeit zwischen Kommission und Mitgliedstaaten hinsichtlich einer schnellen Konsenserzielung ausgestalten lässt.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 3.5 | 3.1
Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Friedrich Wichert: Natura 2000. Berlin: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/16534-natura-2000_18991, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 18991
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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