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/ 20.06.2013
Friedrich Merz

Nur wer sich ändert, wird bestehen. Vom Ende der Wohlstandsillusion – Kursbestimmung für unsere Zukunft

Freiburg i. Br./Basel/Wien: Herder 2004; 223 S.; geb., 19,90 €; ISBN 3-451-28550-9
Merz, Wirtschaftsexperte und Spitzenpolitiker der CDU, legt in allgemein verständlicher Weise seine Politikvorstellungen dar. Im Mittelpunkt steht die Ausgestaltung der notwendigen sozial‑ und wirtschaftspolitischen Reformen. Letztlich vertritt Merz die Auffassung, dass Sicherheitsdenken und Anspruchsniveau zu stark ausgeprägt seien. Es sollte mehr Leistungsbereitschaft gezeigt werden, mehr Arbeit sei notwendig. Die bestehenden sozialen Ungleichheiten hält er im Großen und Ganzen für gerechtfertigt, da die Einkommen den Wert der individuell erbrachten Leistung des Einzelnen spiegelten. Daneben fordert er eine weit reichende Steuerreform und Deregulierungen des Arbeitsmarktes sowie Reformen der sozialen Sicherungssysteme, wobei er ganz nebenher immer wieder die populäre Vorstellung von kriminellen, die Sozialsysteme ausnutzenden Ausländern bedient, wenn er beispielsweise schreibt: „Und wir sollten schließlich ehrlich zugeben, welche Probleme wir mit ausländischen Sozialhilfeempfängern, oft genug mit kriminellen ausländischen Großfamilien in Deutschland haben, die von Sozialhilfe leben und gleichzeitig um die Vorherrschaft im Drogenmilieu, in der Organisierten Kriminalität [...] miteinander konkurrieren." (77 f.)
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Rubrizierung: 2.32.342 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Friedrich Merz: Nur wer sich ändert, wird bestehen. Freiburg i. Br./Basel/Wien: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22307-nur-wer-sich-aendert-wird-bestehen_25444, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 25444 Rezension drucken
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