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/ 05.06.2013
Klaus Bosselmann

Ökologische Grundrechte. Zum Verhältnis zwischen Freiheit und Natur

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 1998; 332 S.; brosch., 50,11 €; ISBN 3-7890-5234-5
Menschen- und Grundrechte sind anthropozentrisch; ein dem Eigenwert des Menschen vergleichbarer Eigenwert der Natur ist derzeit rechtlich nicht festgeschrieben. Doch dies bedeutet u. a. auch, dass der Ausbeutung und Zerstörung der Natur nur insofern Grenzen gesetzt sind, als ökonomische oder andere Verwertungsinteressen des Menschen betroffen sind (Ressourcenschutz). Ein Eigenwert der Natur als immanente Schranke für die Freiheit des Menschen analog zur Begrenzung der individuellen Freiheit durch die Rechte der anderen Menschen existiert nicht. Solche Grundrechte der Natur (Ökologische Grundwerte) sind aber nach Auffassung des Autors wünschenswert und notwendig. Die von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderte, vornehmlich juristisch orientierte Studie begründet diese Notwendigkeit ökologischer Grundrechte und verdeutlicht deren praktische Auswirkungen. Betrachtet werden die nationale, die europäische und die völkerrechtliche Ebene. Inhaltsübersicht: I. Grundrechtstheorie; II. Ökologische Grundrechte nach dem Grundgesetz; III. Ökologische Grundrechte - Auswirkungen im Umweltrecht; IV. Umweltgrundrechte im Recht der Europäischen Union; V. International Human Rights and the Environment.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.322.3412.3 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Klaus Bosselmann: Ökologische Grundrechte. Baden-Baden: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/8313-oekologische-grundrechte_10946, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 10946 Rezension drucken
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