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/ 19.06.2013
Kira Astrid Börner

Political Institutions and Incentives for Economic Reforms

Online-Publikation 2005 (http://edoc.ub.uni-muenchen.de/archive/00003165/); III, 208 S.
Diss. LMU München; Gutachter: M. Schnitzer, K. M. Schmidt. - Auch dann, wenn eindeutige und wissenschaftlich begründete Konzepte zur effizienten Lösung von (ökonomischen) Problemen vorliegen, würden diese nur selten tatsächlich vollständig politisch umgesetzt, so urteilt die Autorin. Stattdessen dominierten Entscheidungen, die zu suboptimalen und damit ineffizienten Ergebnissen führen. Allerdings sei es nicht sinnvoll, dies auf individuelle Präferenzen der betreffenden Politiker zurückzuführen; es sei u. a. unwahrscheinlich, dass ein einzelner Akteur die Politik vollständig dominiere. Vielmehr sei es wahrscheinlich, dass die politischen Institutionen bei dieser Fehlsteuerung eine wichtige Rolle spielten. Die Autorin verdeutlicht ihre Auffassung anhand folgender drei Beispiele für ökonomische Reformen: der Frage nach der Durchführung von Privatisierungsmaßnahmen, der nur sehr zögerlich betriebenen Bekämpfung der Aids-Epidemie in Entwicklungsländern sowie dem Problem der Korruption. Dabei analysiert sie nicht nur, wie bestimmte Entscheidungen im positiven Sinne zustande gekommen sind, sondern auch umgekehrt, warum bestimmte notwendige Entscheidungen gerade nicht getroffen worden sind. Im Schlusskapitel entwickelt Börner Vorschläge für eine Reform der politischen Institutionen, um die Anreize zur Implementierung suboptimaler Politiken zu verringern.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 5.452.21 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Kira Astrid Börner: Political Institutions and Incentives for Economic Reforms 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/21473-political-institutions-and-incentives-for-economic-reforms_27392, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 27392 Rezension drucken
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