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/ 11.06.2013
Martin Arnold Gallee

Politikwissenschaftliche Modelltheorie. Methodik und Anwendung am Beispiel von Spieltheorie und Kollektivgutproblematik

Neuried: ars una 1998 (Politikwissenschaft aktuell: Reihe Forschung 1); II, 204 S.; kart., 58,- DM; ISBN 3-89391-758-6
Den Ausgangspunkt der Arbeit setzt Gallee in einem Methodenstreit zwischen empirisch-analytischer oder naturwissenschaftlich orientierter sowie normativ-ontologischer oder eher historisch und philosophisch orientierter Politikwissenschaft. Diese beiden Zweige möchte er wieder zusammenführen. Sein zentrales Anliegen: "Wie kann die Politikwissenschaft zur Erklärung von politischen Phänomenen beitragen, wenn sie bewußt mit Modellen arbeitet, die mit der politischen Realität nichts zu tun haben? Die vorliegende Arbeit ist ein Versuch, eine politikwissenschaftliche Methodik zu entwickeln, die diese Frage auf eine für beide Seiten befriedigende Art beantwortet." (6) Diese Methodik funktioniert wie folgt: "Die empirischen Elemente und Phänomene verhalten sich nicht nach den Strukturen und Regeln unserer Modelle, aber wir können sie so behandeln, als ob sie es täten." (8) Dieser Ansatz wird im Rahmen einer neopragmatischen Sprachtheorie ausgearbeitet und schließlich an konkreten Beispielen einem empirischen Test unterzogen. Inhaltsübersicht: 1. Die zwei Politikwissenschaften; 2. Der Aufbau der Arbeit; 3. Neopragmatische Erkenntnistheorie; 4. Analytizität und Wissenschaft; 5. Spieltheorie und Kollektivgutproblematik; 6. Politik: Hobbes' Naturzustand; 7. Sicherheit: Militärallianzen 1815-1945; 8. Sinn: Nietzsches Betrachtungen zur Religion.
Markus Lang (ML)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 5.45 Empfohlene Zitierweise: Markus Lang, Rezension zu: Martin Arnold Gallee: Politikwissenschaftliche Modelltheorie. Neuried: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/10218-politikwissenschaftliche-modelltheorie_12087, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 12087 Rezension drucken
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