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/ 20.06.2013
Antje Draheim

Probleme der finanzpolitischen Willensbildung in Europa. Eine kritische Analyse der europäischen Haushalts- und Finanzverfassung

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2004; XIII, 492 S.; brosch., 79,50 €; ISBN 3-631-51983-4
Verwaltungswiss. Diss. Speyer; Gutachter: G. Färber, H. Siedentopf. - Auf der Basis eines interdisziplinären Ansatzes, der ökonomische, juristische sowie politikwissenschaftliche Theorien einbezieht, untersucht Draheim den finanzpolitischen Willensbildungsprozess in der Europäischen Union. Ziel der Arbeit ist es, das in der Literatur schon seit langem diagnostizierte Demokratie- und Effizienzdefizit dieses Prozesses auf das gegenwärtige institutionelle Arrangement der EU zurückzuführen. Dazu entwickelt Draheim Anforderungen an die EU-Finanzverfassung, die eine demokratische und effiziente Bereitstellung europäischer öffentlicher Güter gewährleisten sollen und ihr als Referenzmaßstab dienen. Zusätzlich legt sie mithilfe des Property-Rights- und des Principal-Agent-Ansatzes dar, wie ein geeigneter institutioneller Rahmen dafür aussehen könnte. Draheims Analyse bisheriger Reformvorschläge ergibt, dass diese wegen ihres nur punktuellen Ansatzes nicht ausreichen. Zum Schluss präsentiert die Autorin einen umfassenden Reformansatz, der unter anderem eigene Steuereinnahmen der EU, eine verbesserte finanzpolitische Kontrolle und eine politische Ausrichtung des EU-Haushalts an den Präferenzen der EU-Bürger vorsieht.
Julia von Blumenthal (JB)
Prof. Dr., Institut für Sozialwissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin.
Rubrizierung: 3.5 Empfohlene Zitierweise: Julia von Blumenthal, Rezension zu: Antje Draheim: Probleme der finanzpolitischen Willensbildung in Europa. Frankfurt a. M. u. a.: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22865-probleme-der-finanzpolitischen-willensbildung-in-europa_26111, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 26111 Rezension drucken
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