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/ 20.06.2013
Philipp Fink

Purchased Development: The Irish Republic's Export-oriented Development Strategy. With a Preface by Hartmut Elsenhans

Münster: Lit 2004 (Politikwissenschaft 100); 154 S.; brosch., 14,90 €; ISBN 3-8258-7178-9
Im letzten Jahrzehnt ist dem im europäischen Vergleich vormals unterentwickelten Irland ein beträchtlicher Wirtschaftsaufschwung gelungen. Er hat zu Vollbeschäftigung, einem gestiegenen Lebensstandard sowie den höchsten Wachstumsraten der OECD geführt. Der Erfolg des „Keltischen Tigers“, der in hohem Maße auf ausländischen Direktinvestitionen beruht, wird als Modell für andere Länder betrachtet. Der Autor setzt sich kritisch mit diesem positiven Bild des irischen Wirtschaftswachstums auseinander. Er zeigt unter anderem, dass es Irland nicht gelungen ist, seine gesamte Wirtschaft zu transformieren. Vielmehr sei eine Spaltung zu beobachten: Neben den hoch entwickelten Kernsektoren mit hoch qualifizierten, gut bezahlten und sicheren Jobs sei ein Peripheriebereich mit schlecht bezahlten, unqualifizierten und unsicheren Beschäftigungsverhältnissen entstanden. Zudem sei die irische Wirtschaft durch ihre Konzentration auf wenige erfolgsträchtige Branchen jederzeit durch äußere Veränderungen und internationale Entwicklungen potenziell gefährdet.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.612.262 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Philipp Fink: Purchased Development: The Irish Republic's Export-oriented Development Strategy. Münster: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22012-purchased-development-the-irish-republics-export-oriented-development-strategy_25089, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 25089 Rezension drucken
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