/ 17.06.2013
Johann Braun
Rechtsphilosophie im 20. Jahrhundert. Die Rückkehr der Gerechtigkeit
München: C. H. Beck 2001; XXVI, 328 S.; kart., 25,50 €; ISBN 3-406-48415-8Die Frage nach der Gerechtigkeit ist im 20. Jahrhundert in die Rechtsphilosophie zurückgekehrt. Der Autor, der als Professor in Passau lehrt, erklärt diese Rückkehr anhand einiger Werke. Ausgewählt wurden sie aufgrund einer Gemeinsamkeit, "die sich wie ein roter Faden [...] hindurchzieht: nämlich ihre Beziehung zu dem Denken Kants" (11). Deutlich wird, dass die Gerechtigkeitsvorstellungen wandelbar sind, weil sie an die soziale Realität anknüpfen. Dennoch seien sie als "ein Fluchtpunkt in Sachen des Rechts" zu sehen, "auf den hin alles Recht ausgerichtet und interpretiert werden muss, um überhaupt als Recht verstanden werden zu können" (314). Der Autor spricht in erster Linie interessierte Juristen an, aber auch Nichtjuristen, die so einen Einblick erhalten, wie rechtsphilosophische Fragen von Juristen wahrgenommen werden - im Sinne einer fächerübergreifenden rechtsphilosophischen Diskussion.
Inhaltsübersicht: 1. Hans Kelsen, Reine Rechtslehre; 2. H. L. A. Hart, Der Begriff des Rechts; 3. John Rawls, Theorie der Gerechtigkeit; 4. Ronald Dworkin, Bürgerrechte ernstgenommen; 5. Jürgen Habermas, Faktizität und Geltung; 6. Hans Jonas, Das Prinzip Verantwortung.
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 5.44
Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Johann Braun: Rechtsphilosophie im 20. Jahrhundert. München: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/16812-rechtsphilosophie-im-20-jahrhundert_19316, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 19316
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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