/ 12.06.2013
Detlef Horster
Rechtsphilosophie zur Einführung
Hamburg: Junius 2002 (Zur Einführung 257); 203 S.; brosch., 13,50 €; ISBN 3-88506-357-3Dieser gelungenen Einführung in die Rechtsphilosophie liegt das Problem des Verhältnisses von Recht und Moral zugrunde. Horster nimmt in der Einleitung eine Definition und Abgrenzung der beiden Begriffe vor, um dann die zentrale Frage zu stellen: Ist Recht in sich selbst konsistent und vermag selber Gerechtigkeit zu etablieren oder bedarf es der Bezugnahme auf eine moralische Idee? Die unterschiedlichen Antwortperspektiven bilden gleichermaßen den strukturellen Rahmen der Arbeit, wobei jeweils unterschiedliche Positionen als Spannungsbögen gegenüber gestellt werden. Hervorragende Vertreter einer Naturrechtsidee auf der einen und des positiven Rechts auf der anderen Seite kommen im ersten Abschnitt zur Sprache: Grotius, Hobbes, Kant, Hegel, und Bloch sowie Savigny, Kelsen und Hart. Die soziologische Perspektive und mit ihr Vertreter von Handlungs- und Systemtheorien bestimmen den zweiten Abschnitt: Weber, Habermas, Luhmann und Schelsky werden diskutiert. Mit den aktuellen Gerechtigkeitstheorien und insbesondere den Positionen von Radbruch, Rawls, Walzer und von Hayek beschäftigt sich der Autor im dritten Abschnitt, um dann im letzten, abschließenden Teil ein kurzes, aber dennoch mit Bezug auf die Ausgangsfrage erhellendes Resümee zu ziehen.
Stefan Göhlert (SG)
M. A., Politikwissenschaftler, Protokollchef und Bürgerbeauftragter in der Verwaltung der Stadt Jena.
Rubrizierung: 5.44
Empfohlene Zitierweise: Stefan Göhlert, Rezension zu: Detlef Horster: Rechtsphilosophie zur Einführung Hamburg: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/14171-rechtsphilosophie-zur-einfuehrung_19443, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 19443
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M. A., Politikwissenschaftler, Protokollchef und Bürgerbeauftragter in der Verwaltung der Stadt Jena.
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