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/ 18.06.2013
Thomas Stahl / Rainer Schreiber

Regionale Netzwerke als Innovationsquelle. Das Konzept der "Lernenden Region" in Europa

Frankfurt a. M./New York: Campus Verlag 2003 (Campus Forschung 868); 243 S.; kart., 32,90 €; ISBN 3-593-37341-6
Der Band enthält ein engagiertes Plädoyer für den Mitte der 90er-Jahre konzipierten Ansatz der Regionalentwicklung, der - analog zum Modell der „lernenden Organisation" - die Lernfähigkeit von Regionen in den Mittelpunkt rückt. „Lernende Regionen" lassen sich u. a. durch offene Vernetzung der lokalen Akteure und besonders der örtlichen KMUs, dem „Bottom-up"-Prinzip folgende Strategien der Initiierung von Projekten, flexibler Organisations- und Kommunikationsformen und schließlich auch durch Mobilisierung moralischer Ressourcen beschreiben, die die soziale Kohäsion im lokalen Kontext stärken. Lernende Regionen könnten gerade durch die Nutzung des örtlich gebundenen sozialen Kapitals besondere Innovationsfähigkeiten ausbilden. Einer derartigen selbst organisierten Regionalstrategie wird deshalb - übrigens auch in etlichen Programmen der Europäischen Kommission - eine Schlüsselrolle im Bemühen um eine Ausweitung der Beschäftigungspotenziale zugesprochen. Die Autoren streben mit ihrer Studie einen „argumentative[n] Leitfaden [an], der das Konzept der ‚Lernenden Region' praxisnah ausformuliert" (29). Aus dem Inhalt: Globale Herausforderungen und Strategien zu ihrer Bewältigung 1.1 Globale Konkurrenz und beschleunigter wirtschaftlicher Wandel 1.2 Modernisierung und Innovation als Unternehmensstrategien 1.3 Die Globalisierung als politische Herausforderung: Eine kritische Sichtung traditioneller Konzepte 1.4 Folgerungen für eine integrierte europäische Standort-, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik 1.5 Die Lernende Region: Grundidee und Prinzipien 2. Zu den Entwicklungsbedingungen sozioökonomischer Modernisierungsstrategien im Zeitalter der Globalisierung 2.1 Antizipation im Chaos: neue organisatorische Strategien zur Bewältigung der Zukunft 2.2 Organisationslernen: Anpassung und Innovation 2.3 Die Integration von Lernen und Arbeiten 2.4 Prozessinnovationen und ihre Folgen für die Organisation 2.5 Innovationsfähigkeit als Resultat interorganisatorischen Zusammenwirkens 2.6 Das Netzwerk „Lernende Regionen": Ausgangspunkte, Strukturen und Ziele 3. Die Lernende Region: Netzwerkstrukturen als umfassender innovativer Ansatz in der Regionalentwicklung 3.1 Begriffliche Ein- und Abgrenzungen der Lernenden Region 3.2 Unternehmensnetzwerke in der Lernenden Region 3.3 Förderung der Beschäftigung durch regionale Strukturentwicklung 3.4 Die Integration sozialpolitischer Reformansätze in die Kooperationsnetze der Lernenden Region 4. Ansätze der europäischen Förderpolitik und offene Fragen 4.1 Die Verknüpfung von „bottom-up" Initiativen und bestehenden Strukturen und Prozessen der Regionalpolitik 4.2 Partnerschaften und offene Netzwerke 4.3 Regionalität als Entwicklungsmuster 4.4 Flexibilität und Stabilität von Regionalentwicklung
Thomas Mirbach (MIR)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
Rubrizierung: 2.213.52.262 Empfohlene Zitierweise: Thomas Mirbach, Rezension zu: Thomas Stahl / Rainer Schreiber: Regionale Netzwerke als Innovationsquelle. Frankfurt a. M./New York: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/19738-regionale-netzwerke-als-innovationsquelle_22976, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 22976 Rezension drucken
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