/ 05.06.2013
Franz Knipping
Rom, 25. März 1957. Die Einigung Europas
München: Deutscher Taschenbuch Verlag 2004 (20 Tage im 20. Jahrhundert); 366 S.; 15,- €; ISBN 3-423-30609-2Mit diesem Band der verdienten Reihe liegt erstmals in deutscher Sprache eine wissenschaftliche Gesamtdarstellung der Geschichte der europäischen Einigung vor. An einem engeren Zusammenrücken der westeuropäischen Nationalstaaten führte nach dem Zweiten Weltkrieg kein Weg mehr vorbei. Der Startschuss zur Supranationalität fiel mit dem Schuman-Plan vom 9. Mai 1950, der die Gründung der Montanunion einleitete. Den endgültigen Durchbruch zur Europäischen Integration brachten die Römischen Verträge: Am 25. März 1957 unterzeichneten die Regierungschefs und Außenminister Belgiens, der Bundesrepublik Deutschland, Frankreichs, Italiens, Luxemburgs und der Niederlande die Römischen Verträge, mit denen die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und eine Europäische Atomgemeinschaft entstanden. Seitdem hat die EG, seit 1993 EU, immer breitere Politik- und Lebensbereiche in den Mitgliedstaaten erfasst. Seit 1989/90 sind auch die östlichen Teile des "Europäischen Hauses" begehbar geworden. Einen roten Faden der Integrationsgeschichte bildet die Auseinandersetzung über den Primat föderaler oder konföderaler Lösungen. Das Buch zeichnet die wesentlichen Etappen der Einigungsgeschichte bis 2003 nach, auch mit vielen überraschenden Details und mit Blicken ins nächste Jahrzehnt.
Kaspar Nürnberg (KN)
M. A., Historiker, Geschäftsführer des Vereins Aktives Museum, Berlin.
Rubrizierung: 3.1
Empfohlene Zitierweise: Kaspar Nürnberg, Rezension zu: Franz Knipping: Rom, 25. März 1957. München: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/6472-rom-25-maerz-1957_8785, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 8785
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M. A., Historiker, Geschäftsführer des Vereins Aktives Museum, Berlin.
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