/ 04.06.2013
Edzard Reuter
Schein und Wirklichkeit. Erinnerungen
Berlin: Siedler Verlag 1998; 479 S.; Ln., 54,90 DM; ISBN 3-88680-607-3Der Autor war als Vorstandsvorsitzender der Daimler-Benz AG lange Jahr einer der wichtigsten Wirtschaftsführer der Bundesrepublik. Gegen Ende seiner Amtszeit und vor allem danach sah er sich scharfer Kritik über seinen Kurs ausgesetzt. Das Stichwort vom größten Kapitalvernichter aller Zeiten macht ihm offensichtlich auch heute noch zu schaffen. Seine Erinnerungen enthalten deshalb neben Rechtfertigungsversuchen auch eine Reihe von äußerst kritischen Bemerkungen über seine Managerkollegen. Gerade die Führungsschicht seines Unternehmens kommt dabei in der Rückschau nicht immer gut weg. Reuter schreibt aber nicht nur über Daimler Benz. Er erzählt auch von seinem privaten Leben, dem beruflichen Aufstieg und seinen Begegnungen mit den großen Figuren der bundesdeutschen Politik. Der Sohn des legendären Berliner Bürgermeisters Ernst Reuter liefert zwar keine wirklich neuen Erkenntnisse über politische Sachverhalte, aber seine Bemerkungen über die vielen Politiker, mit denen er in engem Kontakt stand, sind teilweise recht aufschlußreich.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.3 | 2.342
Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Edzard Reuter: Schein und Wirklichkeit. Berlin: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/5309-schein-und-wirklichkeit_6974, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 6974
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M. A., Politikwissenschaftler.
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